19.05.2012
 
 
VERANSTALTUNG MIT KEMAL KILICDAROGLU PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 18. September 2010
Auf dem neuen Parteiführer mit alevitisch- kurdischer Herkunft, der für seine kompromisslose Haltung gegenüber Korruption, seine Ehrlichkeit und seine Volksnähe bekannt ist, ruhen nicht nur die Hoffnungen der türkischen CHP-Anhänger/innen, sondern auch vieler Sozialdemokrat/innen aus Deutschland und Europa. Einige türkische Medien bezeichneten ihn nach der Wahl als „Gandhi der Türken“. Doch ob der aus der Osttürkei stammende Politiker den hohen Erwartungen gerecht werden kann, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Wird ihm neben der eingeleiteten personellen Erneuerung der Partei auch die notwendige institutionelle und vor allem programmatische Neuaufstellung der CHP gelingen? Welche thematischen Impulse wird er der als Verteidigerin kemalistischer Werte bekannten Partei geben können, um die Soziale Demokratie in der Türkei wieder mit neuem Leben zu erfüllen?
Entscheidend wird dabei sein, wie der Vorsitzende seine Partei angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Türkei positioniert. In der Diskussion um die Verfassungsreform, über die am 12. September in einem Referendum entschieden wird, plädiert die CHP für eine Ablehnung. Wie wird es aber in der Debatte um eine völlig neue Verfassung - unabhängig vom möglichen Abstimmungsergebnis - weitergehen? Welche Priorität wird er der Kurdenpolitik und anderen Fragen wie Meinungsfreiheit und Menschenrechte im Zuge der weiteren Demokratisierung der Türkei auf dem Weg in die EU einräumen? Nicht zuletzt ist von Interesse, welche außenpolitische Rolle er der Türkei in der Region und auf internationalem Parkett zuordnet.
Wir freuen uns, zu diesen und anderen Fragen Kemal Kılıçdaroğlu bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin begrüßen zu dürfen und laden Sie herzlich zum Zuhören und Mitdiskutieren ein!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Alexander Kallweit
Leiter der Abteilung Internationaler Dialog

 

 
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